LK Kunst Dr. Kayser

"Öffnet euch alle!"

Es begann 2 Wochen nach den Sommerferien 2000.

5 mutige Schüler (zunächst noch 4 Weiblein und ein Männlein) betraten das Gelände des Gymnasium in Blomberg. Aufgrund der Ungewissheit, was sie dort erwartet, breitet sich Angst unter ihnen aus. Als sie nach langer Suche vor ihrem Kunstraum standen, nahmen sie all ihren Mut zusammen und traten ein. Stille. 10 erwartungsvolle Blomberger und eine Lehrerin starrten sie an. Zitternd fassten sie sich an den Händen und kauerten sich in eine kleine Ecke des Raumes. Nun hofften sie, dass die erste Doppelstunde schnell vorüber gehen wird. 11/2 Stunden später durften sie wieder ins vertraute Barntrup. Der erste Tag war nun geschafft!

Gar nicht allzu lange Zeit später wurden aber alle 5 herzlich in die Gruppe aufgenommen (X: "Hey, kifft ihr auch?") und einige freundeten sich sogar mit anderen Kursmitgliedern an.

Trotz der positiven Atmosphäre verließ uns eine Barntruper Schülerin schon nach kurzer Zeit. Wir: Antje, Ilka, Anika und Jonas waren ab sofort die Barntroopers!

Unsere sehr offene und liebenswerte Lehrerin Frau Dr. Kayser machte nicht besonders große Unterschiede zwischen den gewohnten Blomberger Gesichtern und den anfangs fremden Barntroopers, alle waren wir für sie ihre "Mäuse" und "Muckelchens". Während der Klausuren verwöhnte sie uns mit viel Schokolade und in der kalten Jahreszeit mit Tee.

Manchmal wurden wir aber sogar bevorzugt behandelt: wir durften immer zuerst unsere Hausaufgaben vorlesen, praktische Arbeiten vorstellen und bekamen 15 Minuten weniger Zeit um Arbeiten in der Schule zu erledigen, weil wir sie natürlich noch vortragen sollten, bevor wir gingen. In 12/1 wühlten wir uns durch Architektur jeglicher Art, später kamen dann noch alle Kunstströmungen hinzu. Ab 12/2 stand alles vom Expressionismus bis zum Kubismus, von Jugendstil und Bauhaus über den Dadaismus zur Pop-Art auf dem Plan. Aber auch moderne Themen wie Graffiti und Feng Shui wurden behandelt. Besonders vom Feng Shui versuchte unsere liebe Frau Doktor uns zu begeistern. Sie selbst lebt nach dieser Lebens-Philosophie (" Das Betreten des Schlafzimmers ist nur auf Knien erlaubt!" und "Immer den Klodeckel runter klappen, denn sonst verschwindet das Chi!") Auch das wir uns öffnen müssen, um für alles frei zu sein, erfuhren wir durch Feng Shui.

Natürlich arbeiteten wir auch praktisch. Praktische Arbeiten mussten normalerweise zu einem bestimmten Termin abgegeben werden. Allerdings schafften es im Durchschnitt nur 2-3 Leute diese Termine einzuhalten, viele gaben ihre Arbeiten erst 1-2 Monate später ab. Hier ein Beispiel: Frau Dr. Kayser: "Jonas und Matthias, habt ihr eure Arbeiten denn dieses Mal mit dabei?" Matze: "Ähh, ich hätte ja ... !" Jonas: "Also, meine Oma ... !" Matze: "ich hatte nicht ... !" Jonas: "Hmmm, zu wenig Zeit!" Frau Dr. Kayser: "Was denn jetzt?" Beide: "Nö!". Bald darauf gewöhnte sie sich aber an diesen Zustand. Im weiteren entwickelten sich Freundschaften zu den Blombergern, die sich auch außerschulisch bewährten. Zum Schluss wollen wir noch sagen, dass wir alle sehr viel gelernt haben und das der Unterricht fast immer sehr aufschlussreich und lustig war und wir keine bessere Lehrerin hätten bekommen könne!

Danke für alles!




© Abi-Zeitungs-Redaktion 2002 des Städt. Gymnasium Barntrup (inkl. aller Rechtschreibfehler, wie im Original!!!)



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